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in der Katholischen Kirche

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Wohltuend und Ermutigend: 2. Christlichen Gesundheitskongress Drucken E-Mail
Veranstaltungen - Ökumene
Veröffentlicht von: Frank Fornaçon   

alt1.500 Ärzte, Pflegende, Therapeuten und Theologen, Professionelle aus dem Gesundheitswesen und Ehrenamtliche waren zum 2. Christlichen Gesundheitskongress in Kassel gekommen (darunter 300 Tagesgäste), 400 mehr als beim 1. Kongress 2008. Teilnehmer hatten vom 20.-23. Januar an 14 ganztägigen Vorkongressen und 60 Seminaren teilgenommen.

In Fachvorträgen und Festveranstaltungen, Gottesdiensten fragten Referenten und Teilnehmer nach Chancen des Zusammenwirkens von Kirche und Gesundheitswesen. Ärzte stellten mit 34% der angemeldeten Teilnehmer die größte Berufsgruppe gefolgt von Pflegenden (24,2% davon ¼ in leitenden Funktionen) und Theologen (11,6%).

Unter den Referenten war auch die Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischöfin Margot Käßmann, Hannover: sie sprach in ihrer Predigt über den „liebenden Gott, der selbst die Ohnmacht kennt“. Sie erinnerte: „Es kann Gnade sein, im Leid fröhlich zu sein“. Gleichzeitig verwies sie auf den christlichen Protest gegen das Leid: „Wir werden nicht aufhören, zu hoffen, auf eine Welt, in der das Leid zu Ende ist“.

Viele Teilnehmer waren persönlich berührt von Christine Bruderecks Abend unter dem Thema „Unter offenem Himmel – ankommen, wo ich geborgen bin“. Aus medizinischer Sicht plädierte der Schweizer Arzt Dr. René Hefti, Langental, für eine intensivere Forschung im Grenzgebiet von Medizin und Glaube. Hefti: „Religiöses Engagement kann als schützender und gesundheitsfördernder Faktor für körperliche, seelische und soziale Gesundheit verstanden werden.“

Die katholische Medizinerin und Theologin Dr. Beate Jakob, Tübingen, Mitglied im Vorstand des Kongresses freute sich besonders, dass nicht nur über das Kongressthema geredet wurde, sondern auch konkrete und gesundheitsfördernde geistliche Impulse gesetzt wurden, zum Beispiel in einem Segnungsteil am Ende des Freitagabendgottesdienstes.

Dr. Georg Schiffner, Hamburg, wertete den Kongress in seinem Schlusswort als eine starke Ermutigung für das Zusammenwirken von Medizin, Pflege und Seelsorge. Als Kongressvorsitzender betonte er das harmonische Miteinander von Christen aus allen Konfessionen.

Zu den Trägern des Kongresses gehörte sowohl der Vorsitzende des katholischen Krankenhausverbandes, Domkapitular Dieter Geelings, Münster, wie auch sein evangelischer Kollege Norbert Groß, Berlin. Der Verbandsdirektor des Evangelischen Krankenhausverbandes, hält den Kongress für einen wichtigen Beitrag: „Kirchen, Diakonie und Caritas und die Verantwortlichen in ihren Einrichtungen wissen - oder sollten wissen, dass sie auf die Menschen angewiesen sind, die hie zusammen kommen: Sie verkörpern Kirche - und damit zugleich Jesus Christus - ganz nah bei den Menschen, die Hilfe und Begleitung in Krankheit und Leid, angesichts von Behinderung und Einschränkung suchen. Sie prägen den Geist diakonischer und karitativer Einrichtungen, die Atmosphäre in Praxen, Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen.“ Groß forderte, die Gesundheitspolitik müsse stärker auf die Menschen hören, die sich mit ganzem Engagement für leidende Menschen einsetzen.

Auch die über 100 Aussteller aus dem Gebiet des Gesundheitswesens waren zufrieden: „Wir haben gemerkt, dass die Besucher ein hohes Interesse haben, die Qualität ihrer Arbeit zu verbessern. Darum gab es an unserem Stand viele gute Gespräche“, meinte ein Anbieter.

Höhepunkt in der Schlussveranstaltung war die Bekanntgabe der Gewinner des Christlichen Gesundheitspreises. Den 1. Preis erhielt die Initiative „still geboren“ des Alberinen-Diakoniewerkes in Hamburg. In Zusammenwirken von Hebammen, Therapeuten, Seelsorgern und ehrenamtlichen Mitarbeitern werden durch die Initiative Eltern von Kindern begleitet, die nicht lebensfähig waren oder bei der Geburt gestorben sind. Den 2. Preis teilten sich zwei Initiativen: Die Wochenenden für chronisch Kranke und ihre Angehörigen und das Zentrum Gesundheit – Therapie – Heilung in Karlsruhe. Hier werden spirituelle, medizinische und sozialtherapeutische Angebote gebündelt und von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern umgesetzt.

Eine Ärztin, selbst an Multipler Sklerose erkrankt, schrieb auf den Auswertungsbogen: „Nicht nur Klasse Vorträge, Referenten und Seminare, sondern auch eine wohltuende Atmosphäre und Angebote zur Ermutigung und zum Auftanken.“

Die wichtigsten Veranstaltungen des Kongresses wurden von Bibel.TV aufgezeichnet. Sie werden zwischen dem 9. und 24. Februar 2010 gesendet.

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