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in der Katholischen Kirche

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20 Jahre Immanuel Lobpreiswerkstatt - Ein Rückblick von Albert Frey Drucken E-Mail
CE Deutschland - Lobpreis/Kreativität
Veröffentlicht von: Rainer Straub   

alt1989 wurde die Immanuel Lobpreiswerkstatt gegründet. Zum 20-jährigen Bestehen erinnert sich Albert Frey, Mann der ersten Stunde, Mitbegründer und ehemaliger Leiter der Lobpreiswerkstatt an die Anfänge und die Entwicklung der Lobpreiswerkstatt: Zum Jubiläum will ich zunächst gerne die Anfänge beleuchten. Ende der 80-er gab es im Christlichen Jugendzentrum Ravensburg, das sich gerade zur Gemeinschaft Immanuel formte, zwei Musikgruppen: Die Band Effata und die Anbetungsgruppe „Adoramus te“, bestehend aus jungen Frauen. Beide hatten bereits nach innen und außen den Lobpreis als wichtigen Teil der Immanuel-Spiritualität mitgeprägt.

Nach einem Besuch des großen Kongresses „Worship“ in Brighton 1989 mit John Wimber und Graham Kendrick standen wir jedoch vor einem neuen Schritt. Wir hatten noch tiefer verstanden, was Lobpreis überhaupt bedeutet, Einzelne empfingen eine Grundberufung zum Lobpreis.
Die Zeit von Effata und damit der Jugendevangelisation mit Deutschrock neigte sich dem Ende zu. Wir gründeten die Lobpreiswerkstatt und begannen, die erste CD „Kommt, lasst uns singen 1“ aufzunehmen, überwiegend mit Songs von Brighton, und – unüberhörbar – noch den Anklängen an Effata und Adoramus te. Die CD kam im Verlag des freundschaftlich verbundenen Werkes „Projektion J“ heraus und wurde ein großer Erfolg. Einige Songs sind bis heute Lobpreisstandards.
Die drei großen Künstler-Sommerseminare „Summer Arts Session“ 90-92 waren ein Katalysator für die junge Werkstatt. Viele Musiker aus Ravensburg und Freunde von außerhalb waren bei beiden Projekten beteiligt. Der Berufungsschwerpunkt „Künstler-ausbildung“ nahm danach für Immanuel ab, „Lobpreis“ dagegen blieb.

Vor der vierten „Kommt lasst uns singen“ kam Ken Janz als neuer Musikleiter zu Projektion J. Er war mit der Qualität der ersten drei CDs nicht zufrieden und wollte vor einer möglichen vierten ein Demo hören. Wir waren zunächst empört und dann dankbar, weil er uns lehrte, dass wir uns trotz gottgeschenktem Erfolg weiterentwickeln mussten: Zurück in die Werkstatt. Das erste Lied unseres Demos war „Ströme lebendigen Wassers“. Ken war begeistert. Auch wenn ihm der Rest noch nicht so gefiel, wir hatten den Deal. „Ströme“ wurde mein erster „Hit“ und der Grundstein meines Dienstes als Lobpreissongwriter. Ich bin bis heute dankbar, dass die Lobpreiswerkstatt den Rahmen dafür gegeben hat.
„Kommt, lasst uns singen 5” folgte, rauer und zusammen als Band eingespielt, Mit „Freude (die von innen kommt)“ war ein weiterer Hit dabei. Dann folgte der Wechsel zum neu gegründeten Verlag „D&D Medien“, aus dem Immanuel Verlag hervorgegangen. Die „Mit ganzem Herzen“ Reihe startete. Die Songs und CDs wurden weiterhin besser, aber inzwischen waren wir nicht mehr die deutschen Lobpreispioniere allein auf weiter Flur, sondern eine Vielfalt an anderen Lobpreisprojekten – und damit auch Konkurrenz – war entstanden. Längst nicht jeder Hörer hatte noch den Bezug zu Immanuel oder Ravensburg.
Wie professionell muss es sein? Wie authentisch, aus dem Herzen und von den Mitgliedern der Gemeinschaft geprägt? Die Spannung zwischen eigenen Talenten und eingeladenen Profis war nicht immer leicht auszuhalten, aber es war und ist auch eine kreative Spannung, die die Lobpreiswerkstatt bis heute prägt. Sie ist nicht nur ein zusammengerufenes Lobpreisprojekt wie so viele andere, die sich weit vor dem 20-Jährigen wieder aufgelöst haben. Sie ist aber auch nicht nur eine lokale Lobpreisarbeit, wie viele andere. Sie transportiert das, was Gott der Gemeinschaft Immanuel besonders gegeben hat, ins ganze Land. Ich nenne als Stichpunkte „katholische Weite“ und Ernsthaftigkeit.

Weite: In Sprache und Inhalt vermeidet die Lobpreiswerkstatt einen Insider-Stil. Der großkirchliche Bezug hilft, für Nicht-Charismatiker verständlich und damit auch relevant zu bleiben. Die Einladung Gottes wird betont. „Weites Land“.

Ernsthaftigkeit: Die Einbeziehung von liturgischen Texten und Chorälen schafft eine Brücke zur Tradition und in unsere postmoderne Zeit, die es liebt, das „Alte“ zu entdecken. „Buße“ wird von anderen Lobpreisern nicht gerne angesprochen, und wenn dann oft mit zu viel Druck. Immanuel bringt die katholische Selbstverständlichkeit mit, dass vor dem Gloria das Kyrie, vor dem Lobpreis die Reinigung, das Schuldbekenntnis kommt.

Warum schreibe ich das? Nicht nur als nostalgische Erinnerung zum Jubiläum, sondern auch als Anregung, dass aus den Wurzeln die Berufung für die Zukunft erwächst. Dazu wünsche ich der Lobpreiswerkstatt von Herzen viele weitere fruchtbare Jahre.
 

Geburtstagsgrüße

„Die Ravensburger „Immanuel Lobpreiswerkstatt“ ist in den 20 Jahren ihres Bestehens zu einem Markenzeichen
mit Qualitätssiegel für gute, neue geistliche Musik im gesamten deutschsprachigen Raum geworden. Der Werkstattcharakter ist ihr erhalten geblieben, weil laufend neue Lobpreislieder entstehen. Diesen Liedern hört man an, dass sie nicht am Computer entstanden sind, sondern aus der Anbetung des Dreifaltigen Gottes und aus einem unablässigen Lobpreis geboren worden sind: als Geschenk des Heiligen Geistes nicht nur für die Gemeinschaft Immanuel und für viele Gebetskreise – auch evangelische und freikirchliche -– sondern für die ganze Kirche. Denn jedes Mal, wenn ich z. B. bei einem Firmgottesdienst Lieder aus der Immanuel-Lobpreiswerkstatt mitsingen darf, freue ich mich darüber, dass schon so manche dieser Lieder in das Neue Geistliche Lied unserer Liturgie eingegangen sind. Deshalb mein Wunsch und meine Bitte zum Jubiläum: Bitte weiter so!“ Mit Dank und herzlichen Glückwünschen von Thomas Maria Renz,
Weihbischof in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

„Die Immanuel Lobpreiswerkstatt ist eine wichtige Stimme, nicht nur für die Region um Ravensburg, sondern für alle deutschsprachigen Länder. Im großen Lobpreischor bringt sie besonders katholische Weite und Ernsthaftigkeit ein.
Als Freund und früherer Leiter wünsche ich Matthias und seinem Team zum 20-Jährigen Bestehen von Herzen alles Gute und weiter den frischen Wind des Geistes.”
Albert Frey, Forchtenberg

„Seit es die Immanuel Lobpreiswerkstatt gibt, gehen von diesem Gefäß frische, erneuernde Impulse in die deutschsprachige Lobpreis-Szene. Möge dieser Segens-Strom weiterfließen und Versöhnung, Heilung und Reich-Gottesluft verbreiten.”
Lilo Keller, Winterthur

„Ich bin dankbar einen lange dauernden Weg mit Euch gegangen zu sein. Ihr seid mir wie ein Zuhause geworden. Ich wünsche Euch eine tief gegründete Einheit für die nächsten Dekaden.”
Marcus Watta, Winterthur

„Wenn man auf die Deutschlandkarte schaut und ein Herz für Anbetung und Musik hat, fallen einem die vielen kleinen und großen Leuchtfeuer auf, die unsere geistliche Kultur im Land geprägt haben und prägen. Ravensburg ist durch die Arbeit der Lobpreiswerkstatt ohne Zweifel seit vielen Jahren ein großes Leuchtfeuer auf der Landkarte und ist zum Zeichen für geistlichen und kreativen Aufbruch geworden. Vielen Dank dafür. Doch es geht weiter. Ich wünsche Matthias und der Lobpreiswerkstatt zum Jubiläum den Mut viele neue Quellen und frisches Wasser zu entdecken und das Licht des Himmels weithin leuchten zu lassen, die Realität des Reiches Gottes zu spielen und zu singen und die verborgenen Schätze zu heben, die noch auf sie warten. Scheine hell, du Leuchtfeuer des Südens!”
Lothar Kosse, Köln

„Die Lobpreiswerkstatt in Ravensburg ist seit vielen Jahren eine Hochburg für kreativen Worship in Deutschland. Dass sie auch nach dem Weggang von Albert Frey weiterhin Profil und Elan an den Tag legt und sich weiterentwickelt, ist ein gutes Zeichen! Hier steht nicht ein starker Leiter im Vordergrund, sondern die Lobpreiswerkstatt zeichnet sich vielmehr besonders durch eine starke Teamarbeit aus! Ich wünsche Euch von Herzen noch zahllose berührende Gottesdienste und starke neue Songs! Betet Gott an von ganzem Herzen, ganzer Seele und all Eurer Kraft, egal ob mit Musik oder ohne!"
Arne Kopfermann, Frankfurt

 

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