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in der Katholischen Kirche

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Rückbesinnung auf die Wurzeln des christlichen Glaubens Drucken E-Mail
CE Deutschland - Ökumene
Veröffentlicht von: Jürgen Müller   

altAuch Juden, die an Jesus glauben, sind Juden. Sie könnten im christlich-jüdischen Dialog eine besondere Vermittlerrolle spielen. In dieser Frage war sich der frühere Professor für Neutestamentliche Theologie, Professor Dr. Klaus Berger (Heidelberg), einig mit Benjamin Berger aus Jerusalem. Unter dem Motto „Berger trifft Berger“ diskutierten die beiden Theologen vor rund 250 Zuhörern in der St. Johannes-Kirche in Castell bei Würzburg über die Frage: „Ist die Messianische Bewegung eine Renaissance der Urchristenheit? Wie soll sich die Kirche Juden gegenüber verhalten, die an Jesus glauben?“

Veranstalter war die Geistliche Gemeindeerneuerung (GGE), eine spirituell-charismatische Bewegung innerhalb der Evangelischen Kirche.

Das Thema „Judenmission“ beschäftigt zur Zeit sowohl die römisch-katholische als auch die evangelisch-lutherische Kirche. Professor Berger hatte dazu eine klare Meinung: „Mission unter Juden sollte nur durch messianische Juden geschehen, also durch Juden, die selbst an Jesus als den Messias glauben. Die Glaubwürdigkeit der Deutschen ist bei dieser Frage im Keller. Aber wir sollten messianische Juden bei dieser Aufgabe nach Kräften unterstützen.“ Der emeritierte Professor regte regelmäßige Kollekten in Kirchengemeinden an, die messianischen Gemeinden zu Gute kommen sollen. Christliche Theologiestudenten müssten mindestens drei Semester Judaistik als Pflichtfach belegen. Grund: Christen gehören zu Jesus; Jesus war nicht nur Jude, sondern wollte der Messias Israels sein; Christen und Messianische Juden gehören deshalb zusammen und sollen das zeigen!

Der Jerusalemer Pastor Benjamin Berger forderte eine Rückbesinnung auf die Wurzeln des christlichen Glaubens. Zu leicht werde vergessen, dass Jesus Jude war und die ersten Gemeinden aus messianischen Juden bestanden. Jesus werde in Gemälden immer sympathisch dargestellt – je nach Herkunftsland des Malers mit italienischen oder gar deutschen Zügen. Nur einer werde immer als typischer Jude mit langer Nase gemalt: der Verräter Judas Ischariot. Benjamin Berger wies auf die Probleme messianischer Juden in Israel hin, wo ihre jüdische Identität oftmals angezweifelt werde. Tatsächlich seien die messianischen Juden eine eigenständige wachsende Bewegung mit eigenen Formen und Traditionen, die sich von denen der Christen aus anderen Völkern deutlich unterschieden.

Beide „Bergers“ warnten vor der Auffassung, für das Heil der Juden sei Jesus Christus als Messias unerheblich. „Wir dürfen den Juden nicht den Messias entziehen“, so Professor Berger. „Wenn er nicht ihr Messias ist, ist er unserer schon gar nicht!“

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